IP & Netzwerk Rechner
IP-Adressen und Subnetze berechnen
Der IP Rechner berechnet aus einer IPv4- oder IPv6-Adresse und der Präfixlänge (CIDR) alle relevanten Netzwerkinformationen: Netzwerkadresse, Netzmaske, Wildcard-Maske, Broadcast-Adresse, Host-Range sowie die Gesamtzahl der verfügbaren Hosts. Für IPv6 werden Netzwerkadresse, erste und letzte Adresse sowie der Adressraum berechnet.
Was ist CIDR-Notation?
CIDR (Classless Inter-Domain Routing) beschreibt ein IP-Netzwerk als Kombination aus Adresse und Präfixlänge, z. B. 192.168.0.0/24. Die Zahl hinter dem Schrägstrich gibt an, wie viele Bits zum Netzwerkteil gehören. /24 entspricht der Netzmaske 255.255.255.0 mit 254 nutzbaren Hosts.
IPv4-Netzwerkklassen
Historisch wurden IPv4-Adressen in Klassen eingeteilt: Klasse A (0–127, Standard-/8, ~16 Mio. Hosts), Klasse B (128–191, Standard-/16, ~65.000 Hosts), Klasse C (192–223, Standard-/24, 254 Hosts). Klasse D (224–239) ist für Multicast reserviert, Klasse E (240–255) experimentell.
Private IPv4-Adressen (RFC 1918)
Drei Bereiche sind für private Netzwerke reserviert und werden im Internet nicht geroutet: 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16. Weitere besondere Bereiche: 127.0.0.0/8 (Loopback), 169.254.0.0/16 (Link-Local/APIPA), 100.64.0.0/10 (Shared Address Space, RFC 6598).
IPv6-Grundlagen
IPv6-Adressen sind 128 Bit lang und werden als acht Gruppen von je vier Hexadezimalziffern geschrieben, z. B. 2001:db8::1/64. Aufeinanderfolgende Nullgruppen können mit :: verkürzt werden. Typische Präfixlängen: /48 (Site), /56 (Privatkunde), /64 (Subnetz), /128 (Host-Route). IPv6 kennt kein Broadcast – stattdessen wird Multicast genutzt.
Häufige Subnetzmasken im Überblick
| CIDR | Netzmaske | Nutzbare Hosts | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|
| /8 | 255.0.0.0 | 16.777.214 | Großes Unternehmensnetz (Klasse A) |
| /16 | 255.255.0.0 | 65.534 | Mittleres Netzwerk (Klasse B) |
| /24 | 255.255.255.0 | 254 | Typisches LAN (Klasse C) |
| /25 | 255.255.255.128 | 126 | Halbes /24-Netz |
| /26 | 255.255.255.192 | 62 | Abteilungsnetz |
| /28 | 255.255.255.240 | 14 | Kleines Segment |
| /30 | 255.255.255.252 | 2 | Point-to-Point-Link |
| /31 | 255.255.255.254 | 2 | P2P ohne Broadcast (RFC 3021) |
| /32 | 255.255.255.255 | 1 | Host-Route / Loopback |
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Netzmaske und Wildcard-Maske?
Die Netzmaske markiert den Netzwerkteil einer Adresse mit Einsen (z. B. 255.255.255.0 für /24). Die Wildcard-Maske ist die bitweise Invertierung davon (0.0.0.255) und wird in ACLs, OSPF-Konfigurationen und Cisco-Routern verwendet, um Host-Bereiche zu definieren.
Was ist die Broadcast-Adresse und warum kann ich sie nicht nutzen?
Die Broadcast-Adresse ist die letzte Adresse eines Subnetzes – alle Host-Bits sind auf 1 gesetzt. Pakete an diese Adresse werden an alle Hosts im Netzwerk gesendet. Sie kann daher keinem einzelnen Gerät zugewiesen werden. Bei /31-Netzen (RFC 3021) entfällt die Broadcast-Adresse, beide Adressen sind nutzbar.
Was bedeuten /31 und /32 bei IPv4?
Ein /31-Netz enthält gemäß RFC 3021 genau zwei nutzbare Adressen ohne separate Netzwerk- oder Broadcast-Adresse – ideal für Point-to-Point-Verbindungen zwischen zwei Routern. Ein /32 ist eine Host-Route für exakt eine IP-Adresse, typischerweise für Loopback-Interfaces oder statische Host-Routen.
Wie funktioniert Subnetz-Splitting?
Beim Splitting wird ein größeres Netz in gleichgroße Teilnetze aufgeteilt. Aus einem /24 entstehen z. B. vier /26-Netze mit je 62 nutzbaren Hosts. Die Anzahl der Teilnetze verdoppelt sich mit jedem zusätzlichen Bit: 2¹ = 2 Netze (/25), 2² = 4 Netze (/26), 2³ = 8 Netze (/27) usw. Der „Teilen"-Button im Rechner listet alle resultierenden Subnetze tabellarisch auf.
Wie unterscheiden sich IPv4 und IPv6?
IPv4 verwendet 32-Bit-Adressen in dezimaler Punktnotation (z. B. 192.168.0.1) mit einem Adressraum von ca. 4,3 Milliarden Adressen. IPv6 nutzt 128-Bit-Adressen in hexadezimaler Schreibweise (z. B. 2001:db8::1) mit 2¹²⁸ möglichen Adressen. IPv6 kennt kein Broadcast und keine Netzwerkklassen; die Link-Local-Adresse fe80::/10 ersetzt APIPA.
Was sind typische IPv6-Präfixlängen?
/48 wird typischerweise Unternehmen oder Sites zugewiesen, /56 Privatkunden durch ISPs, /64 ist das Standard-Subnetz (z. B. für SLAAC-Autokonfiguration). /128 entspricht einer Host-Route für genau eine IPv6-Adresse, z. B. für Loopback-Interfaces (::1/128).